Authentisch Reisen – wie geht das?

Ulrike vom Bambooblog hat eine Blogparade gestartet, darüber, was „authentisches Reisen“ eigentlich bedeutet. Ich habe mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht und festgestellt, dass mich das Thema „wie lerne ich ein Land (speziell ein asiatisches) von seiner authentischen Seite kennen“, seit frühester Kindheit umtreibt.

1001-Nacht….oder wie alles begann

Bei meiner ersten Asienreise, war ich noch recht klein. Es ging deshalb auch nur nach „Kleinasien“. Ich war acht Jahre und wir verbrachten unseren Urlaub in einem Clubhotel in der Türkei. Das war herrlich  „landestypisch“ erbaut, im „1001 Nacht-Style“, mit riesigen Skulpturen von orientalischen Kaffeekannen, aus denen Wasser in monströse Keramiktassen floss. Ich fand es wunderschön. Meine Mama las mir jeden Abend Märchen aus 1001 Nacht vor (natürlich die Kinderversion, das „authentische Original“ ist für Kinder und Moslembrüder gleichermaßen ungeeignet), wir unternahmen geführte Gruppenausflüge auf bunte Bazare und in urige Bergdörfer, wo man schon mit uns gerechnet und die Cola kalt gestellt hatte. Ich war im Glück! An den wenigen Strandtagen, die wir uns zwischen unseren Erkundungstouren gönnten, planschte ich in den Fluten, während meine Mama wenig erbauliches über die Situation der Frauen in Saudi Arabien las und aus dem Strandkiosk türkische Musik zu uns herüber klang. Herrlich.

Mit Roy Black am türkischen Sandstrand

Bis ein dicker deutscher Tourist seinen Bierbauch zum DJ vorschob und einen Soundwechsel verlangte. Nun vermischte sich also statt dem sehnsüchtigen Sirren der orientalischen Stimmen, Roy Blacks Wohnküchen-Freestyle mit den Wellen des Meeres und die Wildecker Herzbuben küssten die Brandung. Umpftatta-umpftatta! Unser „authentisches Orient-Feeling“ war zerstört! Meine Mama packte die Wut über so viel postkoloniales Touristengebaren. „Wir sind hier in der Türkei, und hier spielt man türkischen Schlager, nicht deutschen!“ Mit diesen Worten stapfte sie zum DJ und verlangte die authentische, türkische Musik zurück, was diesen hoch erfreute – aber nicht unseren bierbäuchigen Landsmann. Es endete in einer hitzigen Diskussion zwischen den beiden deutschen Kontrahenten, welche den türkischen DJ immer mehr unter seiner Soundanlage Deckung suchen ließ. Wer letztlich den Sieg davon trug weiß ich nicht mehr.

Auch der Wörthersee kann sehr schön und authentisch sein. Aber nicht in der Türkei!

 

Die Welt entdecken: hart und authentisch!

Aber nach diesem und weiteren Urlauben war mir klar: ich wollte mehr über fremde Kulturen erfahren, tief eintauchen in exotische Welten. Nicht nur Kleinasien – ganz Asien sollte es sein! Und ich wollte mir das nicht mehr von alten, dicken, deutschen Männern in schlecht sitzenden Badehosen versauen lassen und auch nicht von ewig meckernden Reisegruppenkollegen! Deshalb mussten  jetzt andere Touren her!

Mit der besten Freundin auf der transsibirischen Eisenbahn quer durch Russland, die Mongolei und China, Übernachten bei Nomaden im Zelt oder allein im riesigen Tokyo…Im Freundeskreis und an der Uni waren bald alle eingefleischte Backpacker, und bei Reiseerzählungen konnte der am meisten punkten, der die größten Entbehrungen auf sich genommen hatte. Denn wir alle wollten das fremde Land authentisch erfahren. Und ein ungeschriebenes Gesetz besagte: authentisches Reisen muss wehtun! Eine Höllentour im TÜV ungeprüften Überlandbus oder 10 Stunden schwitzen im 3. Klasse Zugabteil, eingepfercht zwischen Hühnern und Ziegen. Wer nicht Gefahr lief, sich in seinem Hostelbett Filzläuse zu holen, galt schon als ignorant-dekadenter Touri. (Längst war mir natürlich klar, dass das herrliche 1001-Nacht-Holiday-Erlebnis meiner Kindheit mitnichten authentisch war und eigentlich etwas, wofür man sich als echter Traveler in die Ecke stellen und schämen sollte!)

Aber vor allem ging es darum, der Erste zu sein! Vor allen anderen Touristen an einem Ort ankommen! Aus der kameradschaftlichen Atmosphäre unter jungen Weltenbummlern und der Leidenschaft, die Vielfalt dieser Erde zu entdecken, schien ab und zu fast eine Art Wettkampf zu werden, um das authentischste Reiseerlebnis.

Ein Jahr Japan – ein Jahr Eintauchen in eine fremde Kultur

Während meines Studienjahres in Japan hatte ich dann endlich das, was ich wollte: absolutes Eintauchen in eine fremde Kultur! Authentizität pur! Von morgens bis abends nur Japanisch sprechen, sich ständig verbeugen, statt Hände schütteln, in einen japanischen Uniclub eintreten (als erste (!!!) Ausländerin 😉 ), klassisch japanisches Nô-Theater erlernen (soweit man das in einem Jahr lernen kann…), in japanische Kneipen gehen, bei einer buddhistischen Feuerzeremonie dabei sein, japanische Krankenkassenformulare ausfüllen, schon am Nachmittag Karaoke singen, in japanischen Einkaufscentern Dinge einkaufen, die Touristen fotografieren würden – und vor allem: Freundschaften mit Japanern schließen. Einige davon gingen sehr tief und halten bis heute.

Seitdem bin ich verwöhnt. Keine Reise kann mir mehr dieses Gefühl des absoluten Eintauchens vermitteln, wie ich es schon einmal erlebt habe und jedesmal wieder koste, wenn ich in Japan bin. Trotzdem will ich ja noch etwas anderes von der Welt sehen, als Japan. Doch der Frust, in den meisten Ländern nur an der Oberflächliche zu kratzen, ist groß.

Auf nach Laos! Alle Lonely Planet-Leser sind schon da!

So wie 2011, als ich mit meinem Mann nach Laos reiste. Zwei Wochen. Mehr Urlaubszeit war leider nicht drin. Die weite Strecke von der Hauptstadt Vientiane bis zur Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Luang Prabang unternahmen wir auf mein Betreiben hin in einem Überlandbus, weil man mehr vom Land sieht, und weil ich das eben authentischer fand als einen Flug.

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Zu Beginn der 12 stündigen Busfahrt von Vientiane nach Luang Prabang. Voller Optimismus auf ins authentische Reiseabenteuer. Ein Nachher-Foto gibt es nicht, wäre aber aufschlussreich…
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Vorbei an kleinen Dörfern…das ist es jetzt, das „echte Laos“, oder?

 

Als ich nach ca. 12 stündiger Fahrt über Passstraßen, grün vor Übelkeit aus dem Bus stolperte, war die Überraschung groß. Luang Prabang ist traumhaft schön, romantisch gelegen am Mekong, voll herrlicher goldener Tempel und bunter Märkte. Und trotzdem erinnerte es mich irgendwie an das türkische Clubhotel meiner Kindheit. Ein entzückendes, im romantisierten einheimischen Stil erbautes Hostel klebte am nächsten (Filzlaus-Freunde schienen hier eher enttäuscht zu werden), in den idyllischen Restaurants am Fluss saßen ausschließlich Backpacker und andere Traveler, die sich lautstark mit ihren Reiserouten brüsteten und sich abends im Pulk über den Nachtmarkt schoben. Und an gefühlt jedem Baum klebte ein Schild mit einem Pfeil in irgendeine Richtung unter dem stand: „Lonely Planet recommends this authentic lao restaurant!“ Wo aber waren die Laoten?

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Auch auf dem Nachtmarkt waren wir leider nicht die ersten, mutigen Weltenbummler…Lecker war es trotzdem.
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Hier hätte es vermutlich wirklich authentische laotische Kost gegeben. Was soll ich sagen? Ich war nicht mutig genug…
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Einer der unzähligen, wunderschönen Tempel in Luang Prabang. Beim Fotografieren habe ich natürlich peinlichst darauf geachtet, dass mir kein Touri vor die Linse läuft. Tempel mit blondem Menschen in Bermudas? Das sähe wenig authentisch aus…

Laotische Nächte – sind laut

Wo war das authentische laotische Leben? Wie sich herausstellte schlief es noch und wurde erst gegen elf Uhr abends wach. Ca. zehn Meter von unserem Guesthouse-Zimmer entfernt setzten Musikboxen mit Popmusik und Bässen ein. Es wurde gefeiert bis 5 Uhr morgens. Das Partyvolk bestand nicht etwa aus besoffenen Touristen, sondeaus „Locals“, also Einheimischen, die auf einem Privatgrundstück feierten, wie uns der Guesthouse-Betreiber am nächsten Tag aufklärte. Und so ging es die nächsten Nächte weiter. Was genau gefeiert wurde erfuhren wir nicht, es interessierte uns auch nicht. Wir waren empört! So hatten wir uns das authentische Laos schließlich nicht vorgestellt! Wir hatten einen Flug in ein „ursprüngliches, von buddhistischer Ruhe geprägtes Land“ gebucht und nun konnten wir vor lauter „Umpftattah“ aus Verstärkerboxen kein Auge zu tun. Wenigstens schien „Ein Schloss am Wörthersee“ nicht auf der Playlist zu stehen.

Warten auf die Mönche

Dennoch ließen wir uns vom Schlafmangel nicht in unserem Weltentdecker-Aktivismus bremsen und beschlossen, im Morgengrauen die Speisung der Mönche zu beobachten. Wie in vielen südostasiatischen Ländern gehen auch in Laos in den frühen Morgenstunden buddhistische Mönche durch die Straßen und nehmen Spenden in Form von Reis und Gemüse entgegen. In erster Linie von einheimischen Gläubigen, aber immer öfter auch von Touristen. Da wollten wir natürlich nicht mitmachen, bloß nicht das einheimische Ritual durch unsere Neugier entweihen! Selbst der Lonely Planet mahnte schließlich zur Zurückhaltung. Sobald die ersten alten Mütterchen sich mit ihren Reistöpfen am Straßenrand postierten, zwang ich meinen 1,90 großen Mann daher, sich gemeinsam mit mir unauffällig hinter irgendwelche Mülltonnen zu ducken, um nicht unangenehm aufzufallen.

Lange passierte gar nix. Dann, auf einmal, kamen sie! Nicht die Mönche, die Kleinbusse! Aus ihnen purzelte ein Haufen verschlafener Touristen, auf die sich sogleich gierig die laotischen Mütterchen stürzten, um den „Langnasen“ den Reis zu verkaufen, den diese danach den Mönchen spenden sollten. So was aber auch! Jetzt waren wir erst recht empört und gingen schnurstracks nach Haus ins Bett. Zum Glück war bei unseren Nachbarn die Party inzwischen vorbei.

 

Bettelmönche 2
Und am letzten Tag haben wir sie dann doch noch beobachten können: die Speisung der Mönche. Nicht im Morgengrauen, sondern um sieben Uhr morgens von der Veranda unseres Guesthouses aus, mit einem Kaffee in der einen und einem französischen Baguette in der anderen Hand. Authentisches Postkolonial-Feeling….

Und die Moral von der Geschicht:

Ich ärgerte mich. Darüber, dass wir sichtlich nicht die Ersten waren, die diesen Ort entdeckt hatten, darüber, dass ich nachts Bässe hören musste statt dem Plätschern des Mekongs zu lauschen. Vor allem aber ärgerte ich mich über mich selbst. Darüber, dass ich nicht genug über Laos wusste, wir uns nicht mehr Zeit für die Reise nehmen konnten und darüber, dass ich die Landessprache nicht im Ansatz beherrschte und daher ohnehin nicht so eintauchen konnte in die Kultur, wie ich das von meiner Zeit in Japan gewöhnt war und wie ich es mir wünschte. Aber das ärgerlichste war: vor lauter krampfhaftem Suchen nach einem authentischen Reiseerlebnis hatte ich ganz vergessen, mich einfach nur zu freuen. So wie damals mit 8 Jahren in der Türkei.

Das ist er: der „authentische Lao-Pop“, der uns um den Schlaf brachte…

 

Irgendwie hätte ich große Lust, wieder nach Luang Prabang zu reisen. Einfach nur, um die Schönheit dieses Ortes, mit seinem Fluss, seinen Tempeln, seinen Märkten zu genießen. Ohne den inneren Stress, in Rekordzeit möglichst viele authentische Erlebnisse anzuhäufen. Go with the flow – das klingt doch irgendwie auch buddhistisch. Wahrscheinlich muss die innere Einstellung erstmal authentisch sein. Man muss, wie es so schön heißt „bei sich sein“ und gleichzeitig muss man die Bereitschaft aufbringen, sich von seinen vorgefassten Erwartungen zu verabschieden, dann erschließt sich auch die Authentizität der Umgebung.

Wenn ich nochmal nach Luang Prabang käme, würde ich deshalb auch nicht mehr im Morgengrauen aufstehen, um die Speisung der Mönche zu beobachten, sondern vielleicht mal lieber nachts zu den Party-Nachbarn auf ein Tänzchen rüber gehen.

Und es dann wieder von einer neuen Seite kennen lernen: das authentische Asien! Umpftatata!

Mekong sunset
Wundervolle Abendstimmung am Mekong in Luang Prabang. Wer würde da schon gleich ins Bett wollen?
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12 Gedanken zu “Authentisch Reisen – wie geht das?

  1. Großartig! Ich habe sehr geschmuinzelt. „authentisches Reisen muss wehtun!“ So scheinen manche zu denken. Aber das ist es nicht. Und ich hoffe, es gleingt Dir, noch einmal nach Laos zu reisen ohne die Jagd nach der Authentizität!
    Ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag.
    Liebe Grüße
    Ulrike

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    1. Liebe Ulrike, es freut mich total, dass Dir der Artikel gefällt! Ja ich möchte wirklich gern nochmal nach Laos – und diesmal ganz schmerzfrei und ohne authentische Reisebus-Übelkeit 😉 Aber vielleicht lass ich mich auch erstmal von Deinen Artikeln zu einer neuen China-Reise inspirieren…Liebe Grüße, Isabella

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  2. Ein interessanter Blogbeitrag, insbesondere da wir 2011 auch in Laos waren (2 Wochen, davon 6 Tage Luang Prabang). Überraschend finde ich immer wieder, wie verschieden die Eindrücke vom selben Reiseziel sein können. Unser Luang Prabang war überhaupt nicht laut (ich empfehle Unterkünfte nahe der Spitze der Halbinsel) und die morgendliche „Mönchfütterung“ haben wir uns nie angesehen, obwohl sie eigentlich authentisch ist, sie wird ja nicht eigens für die Touristen veranstaltet. So früh wollten wir nicht aufstehen.

    Zum Thema Authentisches Reisen fallen mir spontan ein paar Dinge ein, die dafür nützlich sein können:
    Möglichst nicht in der Gruppe reisen, sondern alleine, besser noch zu zweit.
    Möglichst öffentliche Verkehrsmittel benutzen, man kommt den Einheimischen dadurch näher (im wörtlichen wie im übertragenen Sinn).
    Wer es verträgt (und gegen Hepatitis A geimpft ist, sollte auch an den Straßenständen essen, Sprachkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.
    Sich Zeit nehmen für die Reise und für die einzelnen Reiseziele; das, was man dadurch ungeplant erlebt, macht einen großen Teil der Authentizität aus.
    Sich vor der Reise gut vorbereiten, aber auch bereit sein, während der Reise den Plan zu ändern.
    Die Reise nachbereiten, beispielsweise in einem Blogbeitrag mit Wort und/oder Bild; manches Erlebtes wird dadurch klarer.

    Schließlich: Authentisches Reisen erfordert nicht, dass man Rucksackreisender ist. Wer über dieses Alter hinaus ist, kann auch mit Koffer und Hotelübernachtung tief eintauchen in die Geheimnisse ferner Länder (und diese Geheimnisse gibt es nicht nur in den Dörfern, sondern auch in den Städten).

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    1. Lieber Peter, danke für Deinen ausführlichen Kommentar! Ja, ich gebe Dir in den Punkten zum authentischen Reisen absolut recht. Wir hatten auch sozusagen alle eingehalten 😉 und es war auch trotzdem eine wunderschöne Reise, nur Luang Prabang, auf das ich mich so gefreut hatte, war schwierig. Aber wie gesagt: das hat auch immer mit eigener Einstellung und Erwartungshaltung zu tun. Was das Rucksackreisen angeht: ich würde sogar so weit gehen, dass es überhaupt nix mit der Reiseform zu tun hat, ob man von dem Land, das man besucht wirklich etwas mitbekommt! Warum ein Rucksack „moralisch besser“ sein soll als ein Koffer war mir schon immer schleierhaft. Ich habe auch einen Rucksack und benutze ihn für einige Reisen sehr gerne, weil er praktisch ist, aber nicht immer. Ist ja nur ein Gepäckstück, keine Religion 😉 Außerdem kenne ich Menschen, die mir mit leuchtenden Augen von ihrer Gruppenstudienreise berichten. Ich selbst habe als Kind und Jugendliche solche Reisen miterlebt, u.a. nach Indien. Wir hatten einen fantastischen einheimischen Reiseleiter, der uns so viel aus seinem persönlichen Leben und über sein Land erzählt hat. Dagegen bin ich später Individualreisenden begegnet, die nur im Hostel mit anderen Ausländern abhingen und weder von der Geschichte, noch der Kultur oder polit. Situation ihres Gastlandes eine Ahnung hatten…Ich finde man darf nix pauschalisieren. Es gibt in jeder „Gruppe“ solche und solche. 🙂

      Zur „Mönchsfütterung“: das fand ich wirklich schlimm, gerade weil es eigentlich eine authentische Sache ist, die in der Kultur des Landes eine große Bedeutung hat. So wurde es zu einer Art „Menschen-Safari“ und hatte für beide Seiten etwas sehr unwürdiges…

      Mein absoluter Tipp, wenn man richtig eintauchen will und es vor Ort die Möglichkeit durch eine seriöse Vermittlung gibt, ist der Aufenthalt in einer Gastfamilie. Das war auf meiner Transsibreise als auch in Japan immer wieder großartig.
      Liebe Grüße,
      Isabella

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  3. „Trotzdem will ich ja noch etwas anderes von der Welt sehen, als Japan. Doch der Frust, in den meisten Ländern nur an der Oberflächliche zu kratzen, ist groß.“

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich wollte auch mal was von der Welt sehen, aber seit ich in China lebe, komme ich hier einfach nicht mehr weg, weil ich weiß, dass ich das Land noch immer nicht in all seinen Facetten kennen gelernt habe – warum also ein paar Tage in einem anderen fremden Land an der Oberfläche kratzen? (natürlich auch nicht unbedingt die richtige Entscheidung, aber noch zieht es mich halt einfach nicht „raus“)

    Deinen Artikel habe ich gern gelesen, sehr witzig. Deine Türkei-Reise erinnert mich an die Satire „Man spricht deutsh“, ein Film, in dem deutsche Urlauber im Badestrand in Italien so richtig durch den Kakao gezogen werden, inklusive der passenden Schlager am Strand 😉

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    1. Danke für Deinen lieben Kommentar! Oh ja „Man spricht Deutsch“….der Horror-Urlaub schlechthin… Und dass Du aus China nicht mehr wegkommst verstehe ich wie gesagt nur zu gut. Dazu ist China ja auch noch so groß und vielfältig in jeder Hinsicht, dass man dort wahrscheinlich getrost sein ganzes Leben verbringen könnte, ohne alles gesehen zu haben. Natürlich kann es auch schade sein, wenn man sich an einem Land „festbeißt“. Aber andererseits finde ich es in Zeiten von „Bucket-Listen“, in denen es oft nur darum geht möglichst schnell möglichst viel zu sehen, auch schön, sich einfach Zeit für ein Land zu nehmen 🙂

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  4. Toller post, authentisches Reisen wird immer schwerer, dies wurde mir bewusst, als ich auf einem Amazonas Dampfer in der Hängematte lag und eine „Backpacking-Reisegruppe“ mein Abenteuer ruinierte ;-).

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    1. Danke Dir sehr! Sorry für die späte Antwort. War die letzte Zeit viel unterwegs…ja ja auch Backpacker können sich bisweilen wie die schlimmsten Ballermänner benehmen… 😉 es hängt eben alles von der einzelnen Person ab nicht von ihrer allgemeinen Bezeichnung (Backpacker oder Pauschsltourist)

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